Es gibt unzählige Gitarrentypen – von der klassischen Konzertgitarre bis zur rockigen E-Gitarre. Gerade am Anfang kann diese Auswahl überwältigend sein. Dieser Ratgeber hilft dir, die richtige Entscheidung zu treffen und zeigt dir, welche Optionen du hast.
Welche Gitarre ist die richtige für mich?
Die wichtigste Regel lautet: Kauf das Instrument, mit dem die Musik gemacht wird, die dich am meisten inspiriert. Nichts motiviert mehr als der Sound deiner Lieblingssongs.
Hier ist ein kurzer Überblick über die drei Haupttypen:
1. Klassische Gitarre (Konzertgitarre)
- Merkmale: Benutzt Nylonsaiten (Kunststoff), wobei die Basssaiten silbern umwickelt sind.
- Klang: Weich und romantisch. Ideal für Klassik oder lateinamerikanische Musik.
- Vorteil: Der Einstieg ist oft am einfachsten, da die Saiten die Fingerkuppen weniger beanspruchen. Sie ist zudem oft sehr günstig (ab ca. 100 €).
- Nachteil: Das Griffbrett ist meist recht breit, was manche Griffe anfangs erschweren kann.

2. Westerngitarre
- Merkmale: Akustische Gitarre mit Stahlsaiten.
- Klang: Lauter, brillanter und „härter“ – typisch für Rock, Pop und Blues.
- Vorteil: Perfekt für Liedbegleitung und alle modernen Techniken (wie Bending).
- Nachteil: Die Stahlsaiten erfordern mehr Kraft und verursachen am Anfang schneller Blasen oder Hornhaut an den Fingern.

3. E-Gitarre
- Merkmale: Meist aus massivem Holz, braucht zwingend ein Kabel und einen Verstärker (Amp), um zu klingen.
- Klang: Extrem vielseitig – von Jazz bis Metal.
- Vorteil: Sehr leicht zu bespielen, da nur wenig Druck beim Greifen nötig ist.

Konkrete Modelle: Was soll ich kaufen?
Ich habe gute Erfahrungen mit folgenden Marken gemacht, die ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis bieten:
| Typ | Modell-Empfehlung | Preis ca. |
|---|---|---|
| Klassik | La Mancha Ruby (Einsteiger-Tipp) | 280 € |
| Klassik | Yamaha C40 (Der solide Standard) | 100 € |
| Western | Yamaha F370 (Echter Klassiker) | 190 € |
| Western | Fender CD-140SCE (Inkl. Koffer) | 350 € |
| E-Gitarre | Squier Stratocaster oder Epiphone | ab 200 € |
Profi-Tipp für Wien: In Wien kannst du viele dieser Modelle direkt bei der Klangfarbe oder MakeMusic antesten. Wer sparen möchte, findet auf Willhaben oft tolle Schnäppchen – achte dort aber darauf, dass der Hals gerade ist und die Saitenlage nicht zu hoch ist.
Vorsicht vor dem „GAS“ (Gear Acquisition Syndrome)
Jeder leidenschaftliche Musiker kennt es: Die Vorfreude auf neues Equipment ist riesig. Man nennt das auch „GAS“. Mein Rat: Lerne erst einmal, das Beste aus deinem vorhandenen Equipment herauszuholen, bevor du das nächste Teil kaufst!
Fazit: Worauf beim Kauf achten?
Egal ob neu oder gebraucht, achte auf diese drei Punkte:
- Ist der Hals gerade?
- Ist die Saitenlage niedrig (lässt sie sich leicht drücken)?
- Ist das Instrument stimmstabil?
Du bist noch unsicher? In meiner Unterrichtsstunde berate ich dich gerne persönlich und wir finden gemeinsam das Instrument, das deine musikalische Reise in Wien perfekt startet!