5 Fehler, die du beim Gitarre spielen unbedingt vermeiden solltest

 Das Erlernen der Gitarre ist eine Reise, die voller Freude stecken sollte. Doch oft stehen wir uns selbst im Weg. Ob als Anfänger oder fortgeschrittener Spieler – bestimmte Gewohnheiten bremsen unseren Fortschritt und rauben uns die Motivation. Hier sind die fünf wichtigsten Punkte, die du vermeiden solltest, um langfristig mit Freude und Erfolg zu spielen.

1. Die eigene Erwartungshaltung: Sei nicht dein eigener Endgegner

Besonders Erwachsene neigen dazu, sehr streng mit sich selbst zu sein. Wir wollen Ergebnisse sehen – und zwar sofort. Doch die Gitarre ist ein Instrument, das Geduld erfordert. Fortschritt verläuft oft nicht linear – es ist wie beim Hürdenlauf: Du trainierst Kraft und Schnelligkeit, aber erst wenn du die Hürde überspringst, wird die Arbeit sichtbar. Mein Rat: Erlaube dir Fehler. Es ist besser, einen Akkord trotz eines leichten Schnarrens weiterzuspielen und im Fluss zu bleiben, als sich an einer Unvollkommenheit zu verbeißen. Sei geduldig mit dir selbst.



2. Zu viel auf einmal: Weniger ist mehr

Einer der häufigsten Fehler ist es, an zu vielen Baustellen gleichzeitig zu arbeiten. Drei alte Songs, zwei neue Riffs, ein YouTube-Tutorial und verschiedene Techniken – wer alles nur fünf Minuten anreißt, hat nach einer Stunde zwar viel Zeit investiert, aber nichts vertieft. Das überfordert den Kopf und führt zu Frust. Mein Rat: Reduziere dein Material. Es ist effektiver, sich auf eine Sache voll zu konzentrieren, als viele Dinge oberflächlich zu behandeln. Qualität schlägt Quantität.

3. Falsches Material: Den roten Faden finden

Es ist eine Kunst für sich, den passenden Schwierigkeitsgrad zu wählen. Gerade zu Beginn ist es schwer einzuschätzen, ob ein Song oder ein Solo wirklich machbar ist. Wer sich ständig an zu schweren Stücken versucht, verliert die Lust. Mein Rat: Suche dir einen roten Faden, sei es durch ein Lehrbuch, einen Kurs oder einen Lehrer. Wenn du ein Thema gemeistert hast – zum Beispiel die ersten Grundakkorde – bleibe eine Weile in diesem Bereich und festige dein Wissen mit ähnlichen Songs, bevor du die nächste große Hürde nimmst.

4. Alles alleine wollen: Der Kopf durch die Wand

Wir alle stehen vor den gleichen Hürden: Die Haltung der linken Hand, der flüssige Wechsel zwischen Akkorden oder das Timing mit dem Plektrum. Viele versuchen, diese Probleme im stillen Kämmerlein alleine zu lösen. Das ist oft der langsamste Weg. Mein Rat: Such dir Hilfe und Gleichgesinnte. Ob im Unterricht, durch Online-Kurse oder beim Austausch mit Freunden – andere haben diese Fehler schon vor dir gemacht und kennen die Abkürzung. Gemeinsames Lernen motiviert und vermeidet unnötige Umwege.

5. Fehlende Struktur: Üben ohne Plan und Ziel

Ohne Ziel treibt man auf dem Instrument oft ziellos umher. Wer nur „ein bisschen spielt“, wenn gerade Zeit ist, wird kaum Fortschritte bemerken. Ein fester Plan hilft dabei, das Instrument fest in den Alltag zu integrieren. Mein Rat: Setze dir klare Ziele für die nächsten Wochen (z.B. fünf Grundakkorde lernen). Ob du nun einen detaillierten Übeplan führst oder dir einfach nur die Akkorde auf einen Notizzettel schreibst und für jedes Üben einen Strich machst – finde ein System, das zu deiner Persönlichkeit passt. Konstanz ist der Schlüssel zum Erfolg.

Gerne kannst du auch meine Übeplan-Vorlage verwenden und hier downloaden.


Mein Fazit für dich

Gitarre spielen soll bereichern, nicht stressen. Wenn du diese fünf Punkte im Hinterkopf behältst und dir selbst mit etwas mehr Leichtigkeit begegnest, wird sich dein Spiel fast wie von selbst verbessern.

Du steckst gerade bei einer dieser Hürden fest? Komm gerne in einer meiner Unterrichtsstunden in Wien vorbei oder schau dir meine weiteren Blogartikel an – gemeinsam finden wir den passenden roten Faden für dich!

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